Ort: Hanauer Museum I Kehl

Zeitraum: Mai - November 2016

Art: Sonderausstellung

I Die Ausstellungskonzeption I

 

Für die Bevölkerung der Stadt Kehl war das Ende des Zweiten Weltkrieges am 8. Mai 1945 noch lange nicht die Rückkehr zur Normalität und der Beginn des Wiederaufbaus. Von November 1944 bis April 1953 war Kehl ganz bzw. teilweise französisch, und somit die Rückkehr in die Heimatstadt verwehrt.

 

Dieser Zeitraum stellt für die Stadt Kehl und ihre Bewohner eine „Zwischenzeit“ dar. Die Ungewissheit dieser Übergangszeit belastete das Leben und den Alltag vieler Menschen.

 

Das Ausstellungskonzept nimmt die Idee der „Zwischenzeit“ auf und stellt sie, gleichsam als Einschub, in den Vordergrund, Diese Einschübe gliedern die Elemente und grafischen Gestaltungen und präsentieren die Themen mit Objekten, Medien, Bildern und Texten.

 

Eine herausragende Stellung innerhalb der Ausstellung nehmen persönliche Aufzeichnungen von Zeitgenossen ein. Auch die zugeordneten Objekte werden hier zu Erzählern. Die authentischen Erinnerungsmedien (Objekte, Berichte, Interviews, Tagebuchauszüge u.ä.) erhalten im gestalterischen Konzept eine zentrale Rolle, sie werden gezielt in Szene gesetzt.

 

So wird ein lebendiges, authentisches Bild gezeichnet und Geschichte erhält ein Gesicht.