Ort: Haus Bamberger im Hessenpark I Neu-Anspach

Zeitraum: seit März 2011

Art: Dauerausstellung

Fläche: 200 qm

Besonderheiten: kleine denkmalgeschützte Räume | konservatorische Anforderungen der Textilobjekte | Entwicklung von raumgreifenden Ganzglasvitrinen

I Die Ausstellung I

 

Trachten spiegeln die regionale Zugehörigkeit, die gesellschaftliche und soziale Stellung und die persönliche Situation der Trägerinnen und Träger wider. Die sehr spezifischen Parameter bleiben den meisten (von außen kommenden) Betrachtern verborgen.

 

Die Ausstellungskonzeption versteht sich als Mittel der Entschlüs­sel­ung. Trachten werden (ab)lesbar, der Code wird gelüftet. Im Zentrum der Präsentation stehen die Trachten, die durch gezielte Lichtdramaturgie in Szene gesetzt werden. Grafikelemente, die als Decodierungsmittel fungieren, vermitteln begleitende Informationen. Gestalterisch arbeiten diese auf eindeutige, aber abstrahierte Weise mit dem Thema Trachtenkleidung.

 

Die Räume werden als ”Whitebox” verstanden. ­Als raumprägende, leuchtende Elemente stehen die Trachten­vitrinen in den Räumen. Bewusst heben sie sich ab, scheinen losgelöst im Raum zu schweben.

 

Entlang der Wände zieht sich ein beleuchtetes Band, das die Informationsebene auf unterschiedliche Weise aufnimmt. Das Band kann als „Kleiderstange“ verstanden werden, an welcher abstrahierte „Trachtenkleider“ hängen, die die Grafikfläche für Text-Bild-Info darstellen.